Fachtag „Psychisch kranke Jugendliche in der Oberstufe: Möglichkeiten und Schwierigkeiten der Kooperation zwischen Schulen und den Institutionen der psychosozialen Versorgung“

Das Inklusions-FEP „Inklusion in der gymnasialen Oberstufe“ veranstaltet den Fachtag am
Mittwoch, 14.02.2018, 12.00 bis 17.00 Uhr
Oberstufen-Kolleg Bielefeld, Universitätsstraße 23, 33615 Bielefeld

[ausgebucht]


Psychisch kranke Kinder und Jugendliche stecken oft zwischen zwei Systemen – der Schule und den Einrichtungen der psychosozialen Versorgung – oder sie pendeln zwischen ihnen hin und her. Damit gewinnt die Kooperation zwischen Schulen und Institutionen der psychosozialen Versorgung zunehmend an Bedeutung. Dies gilt insbesondere für die inklusive Oberstufe, die diese Jugendlichen stärker in den Blick nehmen muss. Eine solche Kooperation ist bislang jedoch nicht sehr ausgeprägt; schon bestehende Kontakte und Kooperationsbeziehungen betreffen im Allgemeinen Einzelfälle. Eine Vertiefung bzw. Systematisierung dieser Kooperation könnte jedoch über allgemeine Fragen entstehen, die sich daraus ergeben, dass psychisch kranke Jugendliche zur Schule gehen.

Der Gewinn für die Schulen könnte sowohl in einer Klärung und Optimierung von institutionellen Strukturen und Abläufen bestehen, als auch in einer Sensibilisierung im Umgang mit Schüler*innen mit psychischen Erkrankungen. Veränderungen schulischer Strukturen, die die Jugendlichen beeinträchtigen, könnten
wiederum die therapeutische Arbeit mit den Jugendlichen unterstützen und erleichtern. Kooperation und Kontakt zwischen beiden Systemen sind also wichtig, aber nicht leicht umsetzbar. Aspekte wie zum Beispiel der Datenschutz, mögliche Stigmatisierungen und fehlende Ressourcen stellen gravierende Hürden dar.

Im Fokus des Fachtages soll zum einen die Frage stehen, inwieweit eine Kooperation wünschenswert und möglich ist, zum anderen, wie sie konkret und nachhaltig gestaltet werden könnte. Wir wollen ein Forum bieten, in dem Menschen aus beiden Bereichen miteinander ins Gespräch kommen, die Situation des anderen Systems genauer wahrnehmen und Ideen für eine Vernetzung und eine bessere Gestaltung der Schnittstellen entwickeln können. Wir laden deshalb insbesondere Menschen ein, die in der Schulsozialarbeit, der Schulleitung, als Beratungslehrer*innen oder Koordinator*innen, in Schulberatungsstellen, der Jugendhilfe, der Psychiatrie oder in psychotherapeutischen Praxen an diesen Schnittstellen arbeiten. Es wird Raum zum gemeinsamen Austausch und zur Vernetzung gegeben.

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